Was ist der MZB Wert?

Im Zusammenhang mit Showlasern und industriellen Lasergeräten fallen diverse fachspezifische Begriffe, unter anderem die Abkürzung ,,MZB’’. Der folgende Artikel erklärt, was der MZB Wert genau misst, wie man diesen berechnet und was der Unterschied zum GZS Wert ist.

 

MZB – Definition

MZB ist die Abkürzung für ,,maximal zulässige Bestrahlung’’. Damit ist der Grenzwert für die Menge an ungefährlicher Laserbestrahlung gemeint, der ein Mensch unter normalen Umständen ausgesetzt werden kann, ohne Schäden an Augen oder der Haut zu erleiden (Norm DIN VDE 0837). Der MZB Wert wird in der Einheit Ws/m² angegeben. Die geltenden MZB Werte sind in der Norm IEC-60825 festgelegt. Sie variieren je nach Art des Lasers und dessen Anwendung.

Man unterscheidet bei Laserstrahlung zwei Wellenlängenbereiche:

  • den sichtbaren und Infrarot-A-Bereich (400-1 400 nm)

Im sichtbaren Bereich werden Strahlen, die ins Auge fallen, durch die Linse auf der Netzhaut fokussiert. Aus diesem Grund ist der MZB Wert für das Auge geringer als die für Haut (um mehr als zwei Größenordnungen).

  • den Ultraviolett- (UV, λ 400 nm), Infrarot-B- und -C-Bereich (λ > 1 400 nm)

Außerhalb des sichtbaren Bereiches entfällt die zuvor genannte Unterscheidung. Da sich Laserlicht in verschiedener Weise auf Haut und Augen auswirken kann, variieren die MZB Werte um mehrere Zehnerpotenzen.

 

MZB berechnen

Für die Berechnung des MZB Wertes sind verschiedene Parameter notwendig, wie beispielsweise:

  • Divergenz
  • Durchmesser des Strahls
  • Strahlungsleistung
  • Dauer der Bestrahlung

Viele Faktoren beeinflussen die maximal zulässige Bestrahlung, wie z.B. die Distanz zum Publikum, Scangeschwidigkeit, Art und Form der projizierten Muster. Es gibt keinen festen MZB Wert für Lasershows, da die Faktoren variieren. Demnach muss jede Lasershow individuell beurteilt werden.

Die maximal zulässige Bestrahlung beträgt für den sichtbaren Bereich und die hier infrage kommenden Impulsdauern 18*t^0,75 J/m². Dazu müssen die Impulsdauern zwisch 18 µs und 10s liegen und die Wellenlängen zwischen 400 und 700 nm. Weiterhin muss die Wiederholrate N in 10s berücksichtigt werden. Daraus wird ein C5-Faktor als N^-0,25 ermittelt.

Die Formel zur Berechnung der MZB lautet also: MZB = C5*18*t^0,75 J/m²

 

Die maximal zulässige Bestrahlung bei Lasershows

Bei Lasershows bezieht sich der MZB Wert auf das Publikum. Der Laserschutzbeauftragte hat sicherzustellen, dass die Werte für die maximal zulässige Bestrahlung nicht überschritten werden und die Zuschauer keinen Schaden erleiden. Sollte der MZB Wert überschritten werden, da es sich beispielsweise um Showlaser Strahlen der Laserklasse 3B handelt, so ist für zusätzlichen Augen- und ggf. Hautschutz zu sorgen, um eine Lasershow sicher genießen zu können.

Es ist kein Problem, eine sichere Lasershow mit einem Laser der Laserklasse 4 zu zeigen, da die Laserklasse nicht direkt bzw. nicht ausschließlich mit der maximal zulässigen Bestrahlung zusammenhängt. Das liegt daran, dass die MZB Laserklasse 2 normalerweise maximal 1 mW beträgt. In manchen Fällen ist die MZB auch Laserklasse 3R, also 5mW. Physikalisch gesehen, kann das menschliche Auge wesentlich mehr Laserstrahlung ausgesetzt werden, ohne Schaden zu nehmen. Rechtlich gesehen, muss man sich aber an den MZB Wert halten (IEC 60825-1), um absolut sicher zu gehen.

 

Unterschied zu GZS (gesamte zugänglichen Strahlung)

GZS steht für ,,gesamte zugängliche Strahlung’’. Im Gegensatz zum MZB Wert bezeichnet GZS die Stärke und volle Leistung des Lasers Austrittsfenster des Lasergerätes. Damit bestimmt der GZS Wert die Laserklasse. Im Gegensatz zur GZS gibt der MZB Wert die maximal zulässige Strahlung im öffentlichen Bereich an – das sollte nicht verwechselt werden.

Laien sollten wegen der maximal zulässigen Bestrahlung keine Sorgen machen, wenn sie eine Lasershow mieten. DS Showlaser sorgt für höchste Sicherheit, sodass alle Teilnehmer die Vorführung genießen können!

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